Kultursaal Anras zurück

COLLEGIO PER SONARE
Italienische Reise

Sonntag, 11. Oktober , 17.00 Uhr
 

Eintritt 25.00 Euro / 13.00 Euro bis 16 Jahre / bis 10 Jahre frei Ticket

Musikpass 56.00 Euro / 30.00 Euro bis 16 Jahre Musikpass

Das Collegio per Sonare in der Tradition der Harmoniemusik

Dirigent:
Hans Brunner

Solisten:

Anna Maria Unterrieder – Englischhorn
Michael Hasslacher – Gesang

Mitwirkende:

Sabine Mildner – Oboe
Anna-Christin Unterrieder – Oboe, Englischhorn
Melanie Aschbacher, Margret Hillebold – Klarinette
Hannes Hirschler – Bassetthorn
Christian Moser – Bassklarinette
Helena Lackner, Gerald Waldner – Horn
Wolfgang Turk, Johanna Maria Gigler – Fagott
Franz Unterpirker – Kontrabass

Das Ensemble Collegio per Sonare, bestehend aus Musikern des Oberkärntner Raumes hat sich zur Aufgabe gesetzt, die jahrhundertealte Tradition der höfischen Bläsermusik mit neuem Leben zu erfüllen. Diese Tradition, die verschiedene Wurzeln hat und die selbst eine der Wurzeln des modernen Blasorchesters ist, fußt auf dem Repräsentationsbedürfnis der Fürstenhöfe der Zeit des Absolutismus im späten 19. Jahrhundert. Kaiser Josef II. reduzierte z.B. das riesige barocke Hoforchester, dass ihm seine Mutter Kaiser Maria Theresa hinterlassen hatte und initiierte eine Harmoniemusik, für die quasi alle großen Komponisten der Zeit Werke beisteuerten (z.B. die berühmte Gan Partita von W.A. Mozart) und für die auch viele Opernauszüge zum Zwecke von Freiluftaufführungen arrangiert wurden.

Mozart selber hat auf diese modische Strömung reagiert, indem er Teile seiner Opern „auf Harmonie setzte“, dazu schreibt er am 20. Juli 1782 an seinen Vater: „bis Sonntag acht tag muß meine opera (Die Entführung aus dem Serail) auf die harmonie gesetzt seyn – sonst kommt mir einer bevor – und hat anstatt meiner den Profit davon; […] sie glauben nicht, wie schwer es ist so was auf die harmonie zu setzen – daß es den blaßinstrumenten eigen ist, und doch dabey nichts von der Wirkung verloren geht.“

Dabei hatte Mozart (wie andere seiner Kollegen) vor allem die Popularisierung seiner eigenen Opern im Auge: Er machte Werbung für seine Werke und profitierte nebenbei von deren Zweitverwertung, indem er diese so bearbeitete, dass die Abfolge der Stücke dem Verlauf des originalen Bühnenwerks entsprach.

Programm (u.a.)

Georg Friedrich Händel – Einzug der Königin von Saaba
Giuseppe Verdi – Ouverture zur Oper Nabucco
Gaetano Donizetti – Concertino-Variationen für Englischhorn

Weiters Arien und Lieder für Tenor und Harmoniemusik

Zum Programm

Der an Johann Wolfgang von Geothes berühmten Reisbericht „Italienische Reise“ angelehnte Programmtitel soll die musikalischen Wechselwirkungen und gegenseitigen Beeinflussungen der Länder beiderseits der Alpen sichtbar machen, die in der Entwicklung der Oper am sichtbarsten sind und auch in den Bläserbesetzungen jener Zeit eine wesentliche Rolle spielten. Arrangements von Opernauszügen waren dort wie da en vogue und bilden einen Schwerpunkt in diesem Programm.

Ausgehend von London Georg Friedrich Händels „Einzug der Königin von Saaba“ aus dem Oratoriium „Salomon“geht die Reise quer durch den Kontinent in das Land „…wo die Zitronen blühen“.